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Wildpferde statt Panzer !


In Hanau entsteht auf einem alten US-Übungsgelände ein herausragendes Naturschutzprojekt mit Ur-Wildpferden.

Wildpferde statt Panzer | Tierarztpraxis-Hanau.de
Bild: Martin Schroth

Wenn man sich einen militärischen Übungsplatz vorstellt, denkt wohl man gleich an staubige Wege, klirrenden Panzerketten, schwere Stiefel und sonst allerlei Unangenehmes.

Ein solches Areal gab es auch auf dem Gebiet von Hanau. Es liegt zwischen dem Großauheimer Friedhof und Wolfgang und trägt aktuell den Namen 'Campo Pond'.

Gegründet und erstellt noch zur Kaiserzeit, wurden dort anfänglich Kavallerie-Übungen exerziert. Nach dem zweiten Weltkrieg nutzten die US-Streitkräfe diese Fläche um mit schweren und schwerstem Gerät zu üben.

Durch diese jahrzehnte Belastung des Bodens entstand eine Fläche, die eine besondere und schützendswerte Flora und Fauna enthält. Als nun von wenigen Jahren die EU im Rahmen des EU-FFH-Programms (FFH = Flora Fauna Habitat) ihre Mitgliedstaaten anwies einen nennenswerten Anteil des Staatsgebietes als Schutzgebiete auszuweisen, wurde auch Campo Pond zum FFH Gebiet.

Im September 2008 verliessen die alliierten US-Truppen entgültig Hanau. Die von ihnen genutzten Flächen und Gebäude gingen an den Deutschen Staat über, wo die BIMA nun die Aufgabe hat, diese Flächen einer optimalen Nutzung zuzuführen. Im Rahmen einer bundesweit beachteten Kooperation zwischen der BIMA und der Stadt Hanau werden nun viele Projekte schnell und sehr zielorientiert angegangen.

Von den 340 ha Konversionsflächen entfallen etwa ein Drittel - also mehr als 100 ha - auf den Bereich Campo Pond. Die dortige Fläche muss nun - um die schüzenswerte Magerrasenfläche zu erhalten - von unkontrolliertem Bewuchs frei gehalten werden. Soetwas wurde früher durch Ziegen und Schafe realisiert, wobei heute die Schwierigkeit darin besteht, geeignete Herden und Schäfer zu finden.

Wohl mehr durch Zufall wurde man auf den Direktor des Tierpark Hellabrunn aufmerksam. Prof. Dr. Wiesner widmete sich seit Jahren dem Erhalt der in freier Wildbahn ausgestorbenen Ur-Wildpferde - den Przewalski-Pferden. Diese robusten Tiere, die zu lösende Aufgabe und die Fläche passen verblüffend guter Weise zueinander.

Auf einer Veranstaltung der Stadt Hanau, am 14. Juli 2009 stellte Prof. Dr. Wiesner seine Tiere und seine Projekte den interessierten hanauer Bürgern vor. Das Interesse der Hanauer war sehr groß und die Initiatoren waren über den Zuspruch äußerst überrascht und angetan. Und so erfuhren die Hanauer, wie aus einer 'Schnaps-Idee' dieses besondere Vorzeigeprojekt entstand, welche Vorausetzungen zu erfüllen waren und sind, und dass bereits in diesen Tagen die ersten Tiere eintreffen werden.

Leider findet das Eintreffen der Tiere unter 'Ausschluss der Öffentlichkeit' statt. So fehlen noch die Einrichtungen für Besucher. Die Umwidmung und Herrichtung der vorhandenen Gebäude und Wege bedarf noch einiger Zeit.

Da das ganze Projekt in unglaublich schneller Zeit begonnen wurde - man bedenke der Wegzug der US-Truppen ist noch kein Jahr her - muß noch Vieles in Angriff genommen werden. So sucht u.a. die Stadt Hanau nach Bürger, die sich in und für das Projekt engagieren wollen. Sei es finanziell, persönlich oder im Rahmen eines Fördervereins oder sei es auf anderem, jetzt noch garnicht bekannten Wege. Für Interessenten wurde ein Formular erstellt, den man persölich oder per Fax oder Email bei der Koordinatorin für Öffentlichkeitsabeit - Frau Ute Wolf - abgeben kann.

Mehr zum Thema:

 

Weitere eigene Beiträge zu den Przewalski-Pferden

 

Hanau, im Juli 2009
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