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Grasgrannen - Gefahr für Hund und Katze


Im Frühsommer bereiten Grasgrannen Hunden und Katzen immer wieder Ärger. Bei Berührung brechen die langen Ähren oder Ährenteile der Gräser leicht ab und heften sich am Fell an.

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Viele feine Widerhaken verhindern ein Abschütteln und lenken die Grannen tiefer ins Fell. Mit ihren spitzen Enden können sie in alle Körperöffnungen und Hauttaschen oder -falten eindringen und schmerz­hafte Fremd­kör­per­ab­szes­se verursachen. Häufig geraten diese Grannen in Pfoten­ballen, Zwischen­zehen­haut, Achselhöhle, Augen oder Ohren, manchmal auch beim Schnüffeln in die Nase.

An den Pfoten bohren sich die Grannen bevorzugt in die Zwischenzehenhaut ein und wandern unter der Haut nach oben. Sie können dann meist nur noch operativ entfernt werden. Am besten sollte deshalb das Fell an den Pfoten kurz geschoren und die Haut zwischen den Zehen täglich kontrolliert werden, damit Grannen gleich entfernt werden können.

Geraten Grasgrannen ins Auge, ist fast immer eine schmerzhafte Bindehautentzündung die Folge. Häufig schwillt das Auge völlig zu. Die Tiere reiben das betroffene Auge ständig mit der Pfote und können so eine sekundäre Hornhautentzündung verursachen, wird der Fremdkörper nicht schnellstens entfernt.

An eine Granne im Ohr denken besonders die Hundebesitzer meist nicht, deren Tiere häufiger an einer Ohrenentzündung leiden. Sie verschlimmern den Zustand oft noch, indem sie mit einem Wattestäbchen das Ohr putzen und so die Grasgranne ungewollt tiefer ins Ohr befördern.

Als Hunde- oder Katzenbesitzer sollten Sie deshalb jetzt besonders aufmerksam sein, wenn Ihr Tier sich plötzlich ausdauernd die Pfote leckt oder humpelt, ein Auge zukneift, den Kopf heftig schüttelt oder ihn schief hält, andauernd niest oder die Nase blutet. Bei Fremdkörperverdacht ist umgehend der Tierarzt aufzusuchen, um bleibende Schäden zu verhüten!

 

© copyright: Newsletter Tiergesundheit, Ausgabe 05/2015
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Hanau, im Juni 2015
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