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Rohfleischfütterung - den Risiken vorbeugen


Viele Hunde- und Katzenhalter ernähren ihre Vierbeiner auf Basis von rohem Fleisch.

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Über rohes Fleisch können jedoch verschiedene Para­siten auf Hunde und Katzen übertragen werden. Dazu zählen unter anderem Toxo­cara canis, der häu­figste Spulwurm in Deutsch­land, der kleine Hundeband­wurm Echinococcus granu­losus, der Einzeller Neo­spora caninum und bei der Katze auch die Erreger der Toxo­plasmose sowie der Sarkozystose.

Wie hoch das Risiko ist, dass sich Hunde und Katzen über rohes Fleisch mit diesen und anderen Erregern anstecken, ist bisher unbekannt. Sicher ist nur, dass es möglich ist und immer wieder vorkommt. Das heißt jedoch nicht, dass Hunde und Katzen aus parasitologischer Sicht grundsätzlich nicht roh ernährt werden dürfen. Wichtig ist nur, dass das Fleisch vor dem Verfüttern ausreichend tief und lange eingefroren wird, um enthaltene Parasitenstadien sicher abzutöten. Gewährleistet ist dies aber nur, wenn das Fleisch mindestens 1 Woche bei -17 °C bis -20 °C tiefgefroren bleibt.

Wer nicht weiß, ob das von ihm gekaufte Fleisch diese Voraussetzungen erfüllt, selbst kein entsprechendes Einfrieren gewährleisten kann, aber dennoch roh füttern möchte, der sollte bei seinem Vierbeiner alle 6 Wochen eine Kotuntersuchung vornehmen lassen oder aber ihn entwurmen. Denn: Auch wenn das Risiko einer Ansteckung über rohes Fleisch nicht besonders hoch ist, so können die gesundheitlichen Folgen möglicher Infektionen für Tier und Mensch erheblich sein.

 

© copyright: Newsletter Tiergesundheit, Ausgabe 03/2012
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Hanau, im Oktober 2014
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