Tierinfo - Tierarztpraxis Hanau

Aktuelles & News  

     
 

Esccap informiert: Die Entwurmung


Vor der Impfung unbedingt entwurmen - Wieso ?

Entwurmung vor Impfung| Tierarztpraxis-Hanau.de

Bei ei­ner Im­pfung wird der Or­ga­nis­mus von Hun­den und Kat­zen ge­zielt mit be­stimm­ten Krank­heits­er­re­gern, z.B. dem Toll­wut­vir­us, in Berühr­ung ge­bracht. Die Er­re­ger sind da­bei so ab­ge­schwächt, dass sie kei­ne Krank­heit aus­lösen können, vom Immunsystem aber noch als gefährlich er­kannt wer­den. Das Immun­system kann so un­ge­stört gegen diesen Erreger "aufrüsten" und spezifische Abwehrzellen bilden. Kommt es dann später zu einer Infektion mit dem tatsächlichen Erreger, ist das Immunsystem so gut vorbereitet, dass es diesen abwehren und eine Erkrankung des Tieres verhindern kann.

Haben Hund oder Katze bei einer Impfung Würmer, kann das Immunsystem dies jedoch nicht optimal leisten. Der Grund dafür ist, dass die körpereigene Abwehr dann durch den Wurmbefall bereits stark beansprucht ist. So sind z.B. weiße Blutkörperchen, die eine zentrale Rolle für die Immunabwehr spielen, bei einem Spulwurmbefall oft sehr stark aktiviert und treten im Blutbild nachweislich vermehrt auf. Andererseits unterdrücken Würmer teilweise speziell jene Anteile des Immunsystems, die für die Immunreaktion gegenüber Bakterien und Viren wichtig sind.

"Der bestmögliche Erfolg einer Impfung von Hund und Katze wird also durch bestehende Wurminfektionen gefährdet", erklärt Prof. Dr. Georg von Samson-Himmelstjerna, Direktor des Instituts für Parasitologie der tierärztlichen Fakultät der FU Berlin und Vorsitzender der Expertenorganisation ESCCAP in Deutschland. Er empfiehlt daher, Hunde und Katzen 2-3 Wochen vor einem Impftermin zu entwurmen. Alternativ kann auch wenige Tage vor der Impfung eine Kotuntersuchung vorgenommen werden. Liegt kein akuter Wurmbefall vor, kann bedenkenlos geimpft werden. Ergibt die Untersuchung jedoch einen Wurmbefall, sollte das Tier zunächst entwurmt und die Impfung um 2-3 Wochen verschoben werden.

Weitere Informationen rund um den sachgerechten Parasitenschutz bei Hunden und Katzen finden Sie auf der Internetseite der unabhängigen Expertenorganisation ESCCAP unter www.esccap.de.

 

 

ESCCAP-Logo | Tierarztpraxis-Hanau.de

Quelle & Bilder: Sofern nichts anderes angegeben ist: © ESCCAP
(European Scientific Counsel Companion Animal Parasites) www.esccap.de

 

 

Hanau, im Januar 2014
Hinweis/Disclaimer    |    Nächste <<    News Übersicht   >> Vorherige

  • Tierarztpraxis-Hanau.de

  • Mitglied der Europäischen Tierzahnärzte­vereinigung
    (EVDS).

  • Gründungsmitglied der Deut­schen Gesellschaft für Tierzahnheilkunde (DGT)

  • Auf dem Weg zu einer besseren Zahngesundheit
    Fachtierarzt-Zahnheilkunde.de
    Denn auch Tiere haben Zähne


Tierarztpraxis Dr. med. vet. Ines Ott
Fachtierärztin
Brüder-Grimm-Straße 3 | 63450 Hanau (Hessen)
Fon: 06181-22492 | Fax: 06181-257176 | Email: Dr.Ines.Ott@Tierarztpraxis-Hanau.de