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`Keine Angst vor großen Tieren`


Britta Hoffmann-Mumme vom Hanauer Anzeiger führte am letzten Samstag ein `Feriengespräch` mit unserer Chefin, Dr. Ines Ott. Den am Montag erschienen Artikel freuen wir uns nachstehend wiedergeben zu dürfen:


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Hanau, Montag 8.Juli 2013

"Keine Angst vor großen Tieren"

Die Hanauer Tierärztin Dr. Ines Ott plombiert Hunden die Zähne und entspannt sich beim Kochen mit ihrem Mann

Hanauer Anzeiger|Tierarztpraxis-Hanau.de

Hab­en Tiere Zahn­schmer­zen? Na klar - nur können sie nicht sagen, dass ihnen der zweite Backen­zahn hinten links weh tut. Dann kommt Ines Ott in Spiel: Die Hanauer Tierärztin hat sich auf Zahnmedizin bei Hund und spezialisiert. Aber auch sonst hat sie ein großes Herz für die Vierbeiner dieser Welt.

Ei­gent­lich wollte sie Zahn­medizin stu­dier­en, damals nach dem Abitur in Griechenland. Aber das klappte nicht, und deshalb musste Ines Ott sich etwas anderes aussuchen. "Ich wusste, dass ich unbedingt etwas mit Medizin machen wollte", erzählt sie, "Humanmedizin war aber nicht meine erste Wahl, also hab ich gedacht, ich probiere es erstmal mit den Tieren und sattele dann noch um." Die Vierbeiner machten jedoch das Rennen um die Gunst der angehenden Ärztin und nach einem Jahr war nicht mehr die Rede vom Umsatteln. "Eigentlich erstaunlich, dass ich zur Tiermedizin gekommen bin, denn ich hatte als Kind und Jugendliche keine Tiere." Das änderte sich allerdings im Studium: Katze Nina zog in die Ottsche Studentenbude - und hat übrigens auch heute noch einen Platz mit Erinnerungsfoto im Familienhaushalt.

Aber nochmal zur Zahnmedizin: Inzwischen hat sich Ines Ott quasi den Berufstraum ihrer Jugend erfüllt, wenn auch nicht am menschlichen Patienten, sondern bei Hund, Katz & Co. Ihnen fühlt sie seit vergangenem September als eine der wenigen Fachärztinnen buchstäblich auf den Zahn. Jahrelange Fortbildungen gaben ihr nicht nur das nötige Fachwissen, sondern ließen in der Halbgriechin auch die Erkenntnis reifen: Tiere brauchen Zahnbürsten. Oder anders gesagt: Die Zahnpflege ist eine unterschätzte Disziplin. "Der Bedarf ist da. Ich möchte sagen, fast sogar noch mehr als beim Menschen, weil Tiere eben keine Zähne putzen", erklärt Ott. Große Hunderassen hätten häufig weniger Probleme mit Zahnstein, dafür aber mit Zahnfrakturen, ältere Tiere leiden oft unter Parodontitis - herrje, das klingt ja wirklich wie im richtigen Leben. Das Tolle an dieser Fachrichtung sei, dass sich viele Tiere nach der Zahnbehandlung wirklich wieder deutlich und sichtbar besser fühlten: "Das freut mich so, wenn ich sehe oder erzählt bekomme, wie der Hund oder die Katze neue Lebenslust entwickeln."

Apropos "Freude": Mag sie nach so vielen Jahren im täglichen Umgang mit Tieren die Vierbeiner eigentlich immer noch? "Na klar", schmunzelt Ines Ott, "es gibt so viele nette Tiere und immer wieder Momente, in denen mir das Herz aufgeht. Wichtig ist es meiner Meinung nach, sich auf das Tier einzulassen, mit ihm zu sprechen, es zu streicheln, zu beruhigen. Man muss liebevoll mit den Tieren umgehen und Vertrauen aufbauen." Natürlich passierten auch mal Missgeschicke, wenn die Tiere vor Aufregung in die Praxis machten, aber das sei völlig normal. "Da darf man nicht schimpfen. Die Patienten sind ja schließlich total aufgeregt." Bei sehr verängstigten Tieren rate sie manchmal den Besitzern sogar, einfach in die Praxis zu kommen, ein Leckerli fürs Tier zu holen und wieder zu gehen - Vertrauen aufbauen eben.

Und für echte Härtefälle packt sie auch mal das Arztköfferchen und macht einen Hausbesuch. Auch dabei hat Ott, die in Griechenland, dem Heimatland ihrer Mama, studierte und in Gießen promovierte, schon so manches erlebt: "Ich bitte die Halter immer, das Tier ins Bad zu sperren, da sind in der Regel die wenigsten Versteckmöglichkeiten. Aber manchmal schaffen die Leute das nicht und dann kann es vorkommen, dass ich erstmal unter dem Couchtisch rumkrabbele, um das Tier zu finden. "Generell habe sie aber wenig schlechte Erfahrungen mit ängstlichen Tieren gemacht: Ein Hund biss sie mal durch die Jacke hindurch in den Arm ("Die Narben gehen irgendwie nicht weg"), ein Hamster schlug seine Zähne in ihren Zeigefinger und wollte um keinen Preis mehr loslassen, Katzen seien diejenigen, die in der Regel direkt mit allen Waffen, die die Natur ihnen zur Verfügung stelle, in die Offensive gingen: "Die meisten Blessuren, die wir davon tragen, sind Kratzspuren von Katzen", sagt die Tiermedizinerin. Da sie aber ein ausgeprägtes Faible für die Stubentiger dieser Welt hat ("Ich bin ein Katzentyp"), nimmt sie ihnen das nicht krumm. In ihrem Familienhaushalt wohnt, na klar, auch ein Kater. Felix heißt er und duldet als WG-Partner die Hündin Anna.

In ihrer Praxis, die aktuell in einer ambitionierten Bau- und Umbauphase steckt ("Mein Mann meint, das Ganze sei im September oder Oktober fertig") hat Ott vor einigen Jahren einen Raum eingerichtet, in dem sich Tierbesitzer von ihrem Vierbeiner verabschieden können, wenn der eingeschläfert werden muss - eine Idee, die ankam. "Wir haben vor allem an stressigen Notdiensttagen gemerkt, dass keine Möglichkeit für die Halter war, Abschied zu nehmen, weil der nächste Patient mit blutender Pfote schon an der Tür stand. Da war uns klar, wir brauchen einen Raum", erzählt Otts Mann, Jean M. Förster. Wie ist das mit dem Einschläfern nach den vielen Berufsjahren? Kann sie sich innerlich abgrenzen? "Ich sehe das als Therapie. Wenn wirklich nichts mehr geht, dann kann ich das Tier erlösen", sagt Ines Ott. Aber es komme trotzdem vor, wenn es zum Beispiel ein sehr liebes Tier oder der Besitzer selbst sehr aufgelöst sei, dass ihr auch die Tränen kämen, gibt die Ärztin freimütig zu. Und warum auch nicht? Tiere sind schließlich auch nur Menschen.

Was Ines Ott an ihrem Job besonders mag? "Es wird nie langweilig. Es ist immer etwas los und jeden Tag anders. Und ich lerne nie aus." Das mit der Langeweile ist eh so eine Sache: "Ich hab die ganze Zeit schon gefürchtet, Sie fragen mich nach Hobbys", lacht die Medizinerin. Sie habe eben wenig Zeit dafür, früher habe sie unablässig gestrickt, gerne genäht und auch gestickt, heute aber kaum noch Gelegenheit. Zum Entspannen haben sie und ihr Mann das Kochen entdeckt: Am Samstag nach Praxisschluss geht es in die Rhön, wo die Familie noch ein Haus hat und hier wird geschnippelt und gebrutzelt. Zu zweit, in der großen Küche, ganz gemütlich. "Manchmal kochen wir für die Woche vor und nehmen das mit nach Hanau. Unsere Kinder (14 und 16 Jahre alt) kommen in der Regel mittags von der Schule zum Essen heim und gehen zum Nachmittagsunterricht wieder in die Karl-Rehbein- Schule, ich habe oftmals auch in der Mittagspause noch zu tun, da passt das gut", erzählt Ines Ott, deren Praxis-team noch fünf Helferinnen umfass. Nein, langweilig wird es wohl wirklich nicht, wenn es den ganzen Tag um einen herum bellt, miaut und zwitschert. Und zu still auch nicht. Miau! Britta Hoffmann-Mumme (HA)

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Quelle:
Britta Hoffmann-Mumme
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Hanau,im Juli 2013
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