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Ein Partner macht den Sittich froh!


Die Bundestierärztekammer gibt Ratschläge zur artgerechten Haltung von Wellensittichen

Wellensittiche mögen es gemeinsam  | Tierarztpraxis-Hanau.de

Ziervögel gehören zu den beliebtesten Heimtieren. 3,7 Millionen der gefiederten Ge­sel­len werden in Deutsch­land gehalten - Spitzen­reit­er ist dabei der Wel­le­nsit­tich. Was auch nicht weiter wund­ert: Der muntere kleine Papagei, der ursprünglich aus den trockenen Strauch­step­pen Zentral­aus­tra­liens stammt, ist auf den ersten Blick ein genügsamer Haus­ge­nos­se. Die Anschaffung ist preiswert, er wird bis zu 15 Jahre alt, die Pflege kostet wenig Zeit und Geld, er lässt sich auch im Urlaub leicht von Dritten versorgen. Und der "Welli" macht - im Gegensatz zu anderen Vertretern aus der Sittichverwandtschaft - keinen ohrenbetäubenden Lärm...

"Bei aller Anspruchslosigkeit haben Wellensittiche aber ein Grundbedürfnis: Das nach Geselligkeit!", weiß Prof. Dr. Theo Mantel, Präsident der Bundestierärztekammer. "Einzeln gehalten, kümmern die sozialen Vögel vor sich hin, entwickeln Verhaltensstörungen wie das Federrupfen. Es ist immer wieder schrecklich zu sehen, wie so ein armes Kerlchen allein in seinem Käfig hockt und nur einen Plastikvogel oder einen Spiegel als Gefährten hat."

Wie grausam solch eine Einzelhaft ist, wird auch klar, wenn man bedenkt, dass Wellensittiche in ihrer Heimat in Schwärmen von 20 bis 100 Tieren leben. Fehlt dem Vogel ein tierischer Partner, schließt er sich natürlich dem Menschen eng an und wird sehr zahm. Grund für viele sogenannte Tierfreunde, die Einzelhaltung zu rechtfertigen. Prof. Dr. Theo Mantel: "Das sollte nie ein Argument sein, einen Wellensittich einzeln zu halten. Wer ist denn schon den ganzen Tag zu Hause, um sich um das Tier zu kümmern? Außerdem werden auch paarweise gehaltene Sittiche zahm und können sprechen lernen, wenn man sich intensiv mit ihnen beschäftigt."

Bei der Entscheidung für zwei Wellensittiche sollte die Wahl am besten auf ein Pärchen fallen. Angst vor Nachwuchs muss man nicht haben, denn wenn keine Nistgelegenheit vorhanden ist, lässt sich eine Brut verhindern. Doch auch zwei Männchen verstehen sich in der Regel gut. Es können sich sogar dicke Freundschaften entwickeln, bei denen einer der Hähne die Rolle des Weibchens übernimmt und sich füttern lässt. Zwei Hennen sind sich dagegen oft nicht besonders "grün" - wenn zwei sehr junge Weibchen vergesellschaftet werden, lässt sich zwar ein "Zickenkrieg" vermeidet, dicke Freundinnen werden die Hennen aber nie.

 

 


Quelle:
Bundestierärztekammer
Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Tierärztekammern e.V.
Französische Str. 53, 10117 Berlin

 

 

Hanau, im Juli 2012
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