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Hundewelpen richtig entwurmen


Jetzt im Frühjahr werden wieder viele Hundewelpen geboren. Diese können sich bereits im Mutterleib und später im großen Maße über die Muttermilch mit Spulwürmern anstecken.

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Die bereits im Mutterleib in­fi­zier­ten Hundewelpen wer­den also bereits vor­be­las­tet geboren und haben direkt nach der Ge­burt über die Muttermilch ein enormes An­steck­ungs­ri­si­ko.

Werden Welpen nicht ent­sprech­end behandelt, kann es zu einer sehr starken Verwurmung kom­men, die nicht nur Immunsystem und Entwicklung des Welpen stark schwächen, sondern auch zu konkreten Problemen im Verdauungstrakt führen können, die tierärztlich behandelt werden müssen. "Im schlimmsten Fall kann es sogar zum Tod der Welpen kommen", sagt Prof. Dr. Thomas Schnieder, Leiter des Institutes für Parasitologie der Tierärztlichen Hochschule in Hannover und deutscher Vorsitzender der parasitologischen Expertenorganisation ESCCAP. "Es ist daher unerlässlich, dass Welpen ab der zweiten Lebenswoche mit wirksamen Tierarzneimitteln gezielt behandelt werden. So genannte alternative Präparate auf pflanzlicher Basis sind nicht empfohlen. Ihre Anwendung ist bei Welpen unverantwortlich", betont Prof. Schnieder.

Konkret sieht der Behandlungsplan für Welpen folgendermaßen aus: Hundewelpen sollten im Alter von 2 Wochen das erste Mal gegen Spulwürmer behandelt werden. Anschließend wird die Behandlung in 2-wöchigen Abständen bis 2 Wochen nach Aufnahme der letzten Muttermilch wiederholt. Die säugende Hündin muss gleichzeitig mit der ersten Behandlung ihrer Jungen behandelt werden.

Für die Behandlung trächtiger Hündinnen mit dem Ziel, eine Wurminfektion der Welpen im Mutterleib zu verhindern, gibt es in Deutschland keine zugelassenen Präparate. Ein Schutz der Welpen konnte jedoch nachgewiesen werden mit z.B. der 2-maligen Anwendung bestimmter Wurmkuren um den 40. und 55. Trächtigkeitstag bzw. der täglichen Anwendung anderer ausgewählter Wurmkuren ab dem 40. Trächtigkeitstag. Fragen Sie Ihre Tierärztin oder ihren Tierarzt danach. Weitere Expertentipps zum Parasitenschutz finden Hundehalter auf www.esccap.de.

 

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Quelle & Bilder: Sofern nichts anderes angegeben ist: © ESCCAP
(European Scientific Counsel Companion Animal Parasites) www.esccap.de

 

 

Hanau, im Mai 2012
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