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Kinder gehören zur Borreliose-Risikogruppe


Das Zecken-Thema ist in diesem Jahr verstärkt im Umlauf. Grund genug, es auch nochmal mit neuen Aspekten zu betrachten.

Kinder sind verstärkt Borreliosegefährdet |Tierarztpraxis-Hanau.de

Wie das RKI (Robert-Koch-Ins­titut) in seinem Epi­de­mio­lo­gi­sches Bulletin vom April 2012 feststellt, sind die am Meisten von Lyme-Bor­rel­io­se betroffene Altersgruppen Kinder (5-9 Jahre) und ältere Er­wachs­ene ( 60-64 Jahre). Kinder und Jugendliche in ländlichen Gebieten und kleinen Städten sind dabei einem erhöhten Risiko ausgesetzt, ebenso Jugendliche und Kinder mit einem Wohnort in Süddeutschland. Kinder mit Migrationshintergrund sind weniger betroffen. '... Im Alter von 14 und 17 Jahren haben schon 7% der Jugendlichen mindestens einen Zeckenstich mit erfolgreicher Transmission von Borreliose erfahren ...'

Städtische Parks und private Gärten ...

... beherbergen 'Herde von Borrelia-infizierten Zecken', wobei Nagetiere, wie die Wanderratte oder die Hausratte als Reservoir fungieren können.

Katzenbesitzer sind erhöht gefährdet

'.. Man kann vermuten, dass diese Tiere (Katzen) einen optionalen intermediären Vektor darstellen, der während des Tages von den Zecken befallen wird und später diesem beim Streicheln und Schmusen auf die Kinder oder den Besitzer überträgt. Diese Tiere sind als Risikofaktoren weitesgehend unterschätzt und sollten in der Präventionsarbeit gezielt eingeschlossen werden ...'

1.000-3.000 Eier pro Zecken-Weibchen

Zu diesen Aussagen passen die Feststellungen, die Axel Christian in der Ausgabe 3/4-2012 der Senckenbergschen Mitgliederzeitschrift 'Natur-Forschung-Museum' darlegt: ... Einige Zeckenarten durchlaufen ihre Entwicklung insbesondere in den Wohnhöhlen und Nestern von wildlebenden Säugetieren ... Die Weibchen saugen 7-13 Tage und legen nach dem Verlassen der Wirte 1.000-3.000 Eier im Erdboden ab. ... Einige Wirte, vor allem Mäuse, Marder Füchse und Vögel, schleppen die Zecken in die Parks und Gärten der Städte ein. ...''

Die Bundestierärztekammer rät zur Vorsorge

Die Bundestierärztekammer informiert in ihrer Pressemitteilung vom 22. März 2012 unter der Überschrift 'Blutmahlzeit für kleine Plagegeister' zur richtigen(!) Zeckenprophylaxe. In der PM wird auch der Weg beschrieben, wie Zecken ihre neuen Wirte befallen und sie gibt Rätschläge zum richtigen Entfernen von Zecken: 'Finger weg von Öl und Klebstoff!'

Vorsorge ist sehr, sehr wichtig !

Bei den Menschen wird oft zur FSME-Schutzimpfung geraten. Nicht nur als Tierbesitzer sollten Sie sich bei Ihrem Haus- oder Kinderarzt hierzu eingehend beraten lassen. Bei Ihren Haustieren sollten Sie Ihrem Tierarzt vertrauen. Ihr Tierarzt/Ihre Tierärztin kennt die richtigen Mittel und Maßnahmen ungewollte Plagegeister wie Zecken vorsorglich zu bekämpfen. Folgen sie den fachlichen Anweisungen. Fehl- oder Selbstmedikation kann schnell fatale Wirkung haben [Link]. Und eins muss klar sein:
Mit 'Zuckerwasser' können Sie sich der Plage nicht entledigen.

Insofern kommt Ihnen als Tierbesitzer eine Schlüsselfunktion zu, deren Verantwortung Sie gerecht werden müssen: Lassen Sie sich von den Fachleuten beraten. Handeln Sie vorsorglich - Schützen Sie sich, Ihre Familie, Ihr Umfeld, aber auch Ihr Tier vor risikoreichem Parasitenbefall Ihres Haustiers! Unterbrechen Sie aktiv den Teufelskreis !

 

Hanau, im April 2012
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