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Hund aus dem Ausland importieren (III.)


`Drum prüfe wer sich ewig bindet ...!` Gedankenanstöße VOR der Entscheidung für einen importieren Hund.

Südländischer Hund - Die Entscheidung | Tierarztpraxis-Hanau.de

Die Familie ist sich einig:
Es soll ein Hund ins Haus. ...
Teil III der Gedanken zum Hund aus dem Ausland:

Die Entscheidung

Die Entscheidung für einen Hund aus dem südlichen Ausland ist nicht einfach. Schnell kann das Mitleid überwiegen und berechtigte Sachargumente in den Hin­ter­grund drängen. Un­über­leg­tes Handeln jedoch kann schnell zu weiteren oder anderem Leid führen.

Nachstehend ein paar Prüfsteine, die man vor der Entscheidung offen aussprechen sollte:

Nochmal das Grundsätzliche:

  • Sind wirklich alle Familienmitglieder mit einem Hund im Haus einverstanden ?
  • Ist ausreichend Zeit, Platz und Geld vorhanden ?
  • Sind ggf. die Vermieter der Wohnung oder des Hauses mit Haustieren einverstanden ?
  • Ist man wirklich bereit dazu, einen Welpen oder Junghund großzuziehen, womöglich mit einer schweren Ver­gang­en­heit , wo besonders viel Geduld gefordert ist (gilt natürlich auch für ältere Tiere, die genauso viel Liebe, Zuneigung und Zeit benötigen, sich an das neue Heim zu gewöhnen)
  • Hat man die nötige Geduld dazu, den Hund an seine neue Umgebung mit allem was dazu gehört zu gewöhnen, evtl. auch mit professioneller Hilfe wie Hundetrainern, Hunde­schulen, etc. ( Thema: Kosten und Zeit) ?

Der erste Kontakt zum neuen Hund

  • Das Tier ist in einem gepflegten Zustand ?
  • Das Fell glänzt und ist nicht struppig oder gar fettig? Auch Haarausfall oder kahle Stellen im Fell sollten nicht vorkommen!
  • Die Augen sind klar, ohne jegliche Ausflüsse und das Tier hat einen wachen aufmerksamen Blick?
  • Der Ernährungszustand ist gut und dem Tier angepasst?
  • Die Haut ist ohne Ekzeme und Abschürfungen und Wunden?
  • Kein Parasitenbefall auf der Haut?
  • Die Krallen sind gepflegt und nicht zu lang oder gar eingerissen oder abgebrochen?
  • Auch sollten keine Entzündungen im Maul vorkommen!
  • Man sollte auf den Gang und Haltung des Tieres achten:
    • Lahmt es ?
    • Belastet es alle Beine im gleichem Maße?
    • Hustet oder niest es auffällig häufig?
    • Ist die Körperhaltung normal oder krümmt es den Rücken ?
  • Falls sich das Tier auf der Reise nach Deutschland doch erkältet haben sollte, sollte der Hund Ihnen erst dann übergeben werden, wenn er wieder gesund ist.
  • Achten Sie auf das Verhalten des Tieres Ihnen gegenüber, ist es sehr scheu und verängstigt oder ist es gar neugierig, aufmerksam und zutraulich.
  • Wenn die Möglichkeit besteht, lassen Sie den Tierarzt Ihres Vertrauens den geplanten Neuzugang begutachten (Ankaufsuntersuchung).

Fazit

Selbst wenn Sie sich bewußt entscheiden ein erkranktes Tier aufzunehmen, sollten Sie schon vorher so viele Punkte in Erfahrung bringen, wie es möglich ist. Die Entscheidung für ein Pflege-Tier ist ehrenhaft, muss aber auch mit aller Konsequenz und Kostenbelastung getragen werden. 'Kneifen' und bei den ersten Problemen ein Tier im Tierheim abzugeben oder gar erneut auszusetzen, ist alles andere als Ehrenhaft !

 

Weiteres aus dieser Serie ...

  1. Teil I: Alles hat seine zwei Seiten
  2. Teil II: Wenn Mitleid zur Geschäftidee wird
  3. Teil III: 'Drum prüfe wer sich ewig bindet ...'

Hanau, im Juli 2011
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