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Kastrationspflicht für Katzen gefordert


Durch rechtzeitige Kastration und Kennzeichnung der Katzen soll späterer `Katzenjammer` verhindert werden.

Kastration ist Tierschutz | Tierarztpraxis-Hanau.de

Bereits im Februar 2010 informierte die Bun­des­tier­ärz­te­kam­mer in einer Pres­se­mit­tei­lung zu diesem Thema.

Auf die Frage: 'Sollte meine Katze nicht wenigsten einmal Junge bekommen?' führt Prof. Dr. Theo Mantel, Präsident der Bundestierärztekammer ein­deu­tig aus:

?NEIN! Ein verantwortungsbewusster Züchter paart seine Katze gezielt an und hat vor der geplanten Trächtigkeit feste Abnehmer für die Katzenbabies, so dass die Tiere in gute und verantwortungsvolle Hände abgegeben werden. Eine ungeplante Vermehrung, einhergehend mit der Vorstellung: ?Dann verschenke ich die Katzenbabies, die sind doch so süß!?, bedeutet für viele dieser Katzenbabies Elend und Katzenjammer. Wenn der neue Besitzer überfordert ist, gibt er das Tier ins Tierheim, was noch die beste Option wäre, doch die meisten Tierheime sind bereits völlig überfüllt. Viele Katzen werden auch einfach ausgesetzt. Herrenlose Stubentiger haben die Selbstversorgung nie gelernt, sind daher häufig unterernährt, leiden unter Wurmbefall und müssen täglich ums Überleben kämpfen. Kastrierte Katzen und Kater sind dagegen durch den verminderten Drang, weite Wege zurück zu legen, weniger durch den Straßenverkehr gefährdet, dem jedes Jahr viele Tiere zum Opfer fallen?

Kranke Streuner

Wie zur Bestätigung berichtet dieser Tage der Spiegel in seinem Artikel Kranke Streuner über streunende Katzen in unseren Städten "...In Deutschland herrscht Katzenplage: Allein im Großraum Köln leben schätzungsweise 40.000 verwilderte Straßenkatzen, in Berlin angeblich bis zu 100.000. ..." (Video)

Kastration ist Tierschutz

Zitiert wird hier auch Thilo Hackbart, Leiter des Tierschutzzentrums an der renommierten Tierärztlichen Hochschule Hannover (TiHo), der sich ebenfalls für eine Kastrationspflicht stark macht. In der Verantwortung sieht er dabei besonders die Halter von Hauskatzen. Meist handelt es ich bei den Stammeltern der Streuner um gedankenlos ausgesetzte und unkastrierte Hauskatzen.

So nimmt auch Prof. Mantel die Katzenhalter in die Pflicht und meint hierzu: ?Es ist keinesfalls notwendig, bei Katzen eine Rolligkeit abzuwarten. Bei freilaufenden Katzen kann dann bereits eine ungewollte Trächtigkeit eintreten. Kätzchen werden meist mit rund 3 bis 4 Monaten kastriert. Es geht aber auch schon mit 6 bis 12 Wochen. Beim Kater hängt der frühste Kastrationszeitpunkt stärker von der körperlichen Entwicklung ab und ist in der Regel mit 5 bis 6 Monaten erreicht. Die Entscheidung des richtigen Zeitpunktes sollte individuell mit Ihrer Tierärztin/Ihrem Tierarzt nach Untersuchung der Katze/des Katers getroffen werden?

Katzenhalter in der Verantwortung

Katzenhalter von unkastrierten Tieren müssen sich im Klaren sein, dass ungewollter Katzennachwuchs schnell zu noch mehr Streunern führt. Gewöhnen sich diese Tiere in den ersten Lebenswochen nicht an den Menschen, so Dr. Hackbarth, so werden diese Tiere auch später nicht mehr zum verschmußten Haustier. Und unvermittelbaren Tieren droht letztendlich das 'Einschläfern'

Rechtzeitige Katzen-Kastration sei also durchaus als proaktiver Tierschutz zu werten.

 

 

Hanau, im August 2010
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