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Frostschutz - für Katzen tödlich


Besteht der Verdacht, dass Ihre Katze Frostschutz aufgeleckt hat - sofort den Tierarzt aufsuchen !

Frostschutz und Katzen - eine gefährliche Liason | Tierarztpraxis-Hanau.de

Die Älteren von uns kennen das noch, dass in den Achtzigern massenhaft Wein mit Diäthylenglykol auf 'lieblich' getrimmt wurde. Der Skandal beherrschte damals wochenlang die Presse und schädigte das östreichische Wein-Image für lange.

Als Lehre daraus kann uns in Erinnerung bleiben, dass dieses Frostschutzmittel süsslich schmecken muss.

Wenn im Winter bei Kälte und Dunkelheit das Spritzwasser nachgefüllt wird, kann es zu Verschüttungen kommen. Achtung ! Wischen Sie Schüttmengen umgehend auf, bevor eine freilaufende Katze daran gefallen finden kann. Achten Sie bei der Lagerung oder der Handhabung im Haus darauf, dass nichts daneben geht.

Was beim Weinskandal noch glimpflich abging, kann einer Katze das Leben kosten. Die Zeitschrift VETimpulse berichtet in Ihrer aktuellen Ausgabe: '... Schon 1,4 ml/kg reichen für eine lebensbedrohliche Vergiftung aus. Die ersten Anzeichen sind Vomitus, Ataxie, Apathie und der Eindruck, ein 'betrunkenes' Tier vor sich zu haben ...'

Spätestens nach etwa 24 Stunden - und in Abhängigkeit der aufgenommenen Menge - geraten die Patienten in ein akutes Nierenversagen. Die Therapie wird dann sehr aufwändig und die Prognose für das Tier zunehmend schlechter.

Tierbesitzer, die Ihre Katze bei der Aufnahme von Frostschutz beobachten konnten, sollten beim Tierarzt ein medikamentöses Erbrechen auslösen lassen. Innerhalb der ersten Stunde ist dies das Wirksamste.

Innerhalb der ersten zwölf Stunden kann die giftige Wirkung des Frostschutzes durch eine recht unorthodoxe Behandlung mit intravenös gegebenen Alkohol behandelt werden. In einer Empfehlung brittischer Tierärzte geht man sogar soweit, dass im Notfall sogar reiner Wodka Verwendung finden kann. Wichtig ist aber die richtige Dosierung, die der Tierarzt dringend kennen sollte. Auf der WebSite www.fabcats.org sind Hinweise zur Vergiftungstherapie sowohl für Tierhalter als auch für Tierärzte hinterlegt.

Insgesamt ist die Behandlung eines derart vergifteten Tiers sehr aufwändig und es bedarf nach der aktuten Bannung der Vergiftung noch viele Maßnahmen, um das Tier wieder bestmöglich aufzubauen. Je früher Sie Auffälligkeiten wahrnehmen um so besser sind die Behandlungschancen. Durchaus ein Grund sich in diesen kalten Tagen ein wenig mehr und öfters mit seinem Haus-Tiger zu beschäftigen.

 

Weitere Links zum Thema Vergiftungen

Hanau, im Februar 2010
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